Woran Manager häufig scheitern

Woran Manager häufig scheitern

Wer einmal im Leben scheitert, hat eine zweite Chance verdient. Rein theoretisch mag dem wohl niemand widersprechen. In der Praxis sieht es dagegen oft anders aus. Das gilt besonders dann, wenn eine Führungskraft an seiner Aufgabe gescheitert ist. Manager, die Schiffbruch erlitten haben, schlägt nicht selten ein Ton entgegen, der irgendwo zwischen zweifelhaftem Bedauern und Häme angesiedelt ist. Das gilt auch dann, wenn das Versagen gar nicht im Zusammenhang mit fachlichen Schwächen steht. Tatsächlich sind es verschiedene Ursachen, die Top-Manager zu folgenschweren Fehlentscheidungen bewegen.

Woran Manager scheitern

Die falsche Strategie

Laut einer Umfrage unter Führungskräften in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind 40 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihre Kollegen an der falschen Strategie scheitern. Rund 35 Prozent der Befragten sehen in einer mangelnden Führungskompetenz den Grund für das Versagen. Ein schlechtes Urteilsvermögen und ein eingeschränktes Entscheidungsvermögen wurden ebenfalls ursächlich für den Misserfolg genannt.

Häufige Fehler von Führungskräften

Aus der Sicht der Mitarbeiter werden den Führungskräften insbesondere Fehler angekreidet, die sich auf das tägliche Miteinander im Unternehmen beziehungsweise in der Abteilung beziehen. Zeitmangel und Überheblichkeit erweist sich hier als eine Kombination, die auch bei fachlich kompetenten Managern schnell in eine Sackgasse führen kann. Unklare Anweisungen verhindern, dass Aufgaben ohne Zeitverzögerung und zufriedenstellend von den Mitarbeitern ausgeführt werden. Aber Kollegen wollen nicht nur ausführendes Organ sein. Sie erwarten, wenigstens bis zu einem gewissen Punkt, ein Mitspracherecht. Letztendlich stören sich viele Mitarbeiter an der Art der Kritik an ihrer Arbeit.

Die gefühlte Wahrnehmung

Die angeführten „Fehler“ der Damen und Herrn in leitenden Funktionen sind subjektive Eindrücke und sagen nichts über die fachlichen Qualitäten eines Managers aus. Die „gefühlte“ Wahrnehmung versammelt all die Kompetenzen, an denen Führungskräfte im beruflichen Alltag scheitern. Oft fehlt es den Top-Kräften in einem Unternehmen am Bewusstsein für die von den Mitarbeitern benannten Schwächen. Es ist ihnen nicht gegenwärtig, wie sie sich ausdrücken und welche Auswirkungen ihr Kommunikationsstil auf die Kollegen hat. Trotz zahlreicher Führungsseminare, die Führungskräfte im Laufe ihrer Karriere absolvieren, ist eine transparente und partnerschaftliche Kommunikation eine Form, die jeder für sich selbst erkennen und entwickeln muss. Um gegen das Scheitern gefeit zu sein, müssen heute mehr denn je die sogenannten weichen Faktoren in den Vordergrund rücken. Ein einseitiges Festlegen auf Fachwissen und analytische Fähigkeiten allein reichen nicht, wenn es an einem angemessenen Führungsverhalten mangelt.

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